Michael Parak und Carsten Schreiber:
"Flüchtlingsprofessoren"

Karrieren geflohener und vertriebener Hochschullehrer in der SBZ/DDR

Zum Titel

Die deutschen und deutschsprachigen Universitäten und Hochschulen in Braunsberg, Breslau, Brünn, Danzig, Königsberg, Posen, Prag und Tetschen-Liebwerd wurden 1945 geschlossen. Fast 900 Professoren und Dozenten verloren damit ihre Arbeitsstätten und reihten sich in die große Zahl von Flüchtlingen und Vertriebenen im Nachkriegsdeutschland ein. Die vorliegende Studie zeichnet die akademischen Karrieren dieser Hochschullehrer nach und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf diejenigen, die in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR neue Arbeitsmöglichkeiten fanden.

Dr. Michael Parak war bis 2005 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Leipzig beschäftigt und ist seitdem als Kulturreferent beim Schlesischen Museum zu Görlitz tätig.

Dr. Carsten Schreiber war Projektmitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Leipzig und ist seit 2006 Abteilungsleiter bei einem US-Unternehmen der IT-Branche.

Inhalt

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Abbildungen und Tabellen

Einleitung

1. Thema

2. Forschungsstand

3. Erkenntnisinteresse, Quellenlage und Vorgehensweise

I. Ausgangslage: Professoren und Dozenten an den deutschen und deutschsprachigen Hochschulen im östlichen Mitteleuropa

1. Universitäten und Hochschulen im östlichen Mitteleuropa

a) Hochschulen im Bereich der preußischen Hochschulverwaltung

b) Deutschsprachige Hochschulen in der Tschechoslowakei

c) Besatzungspolitik und die deutschen Hochschulen im Zweiten Weltkrieg

2. Personenkreis und Fachgebiete

a) Stellenprofil

b) Fachprofil

II. Evakuierung, Flucht und Vertreibung 1944/1945

1. Jubiläum und Zerstörung – Königsberg 1944/45

2. Verlagerung und Evakuierung kriegswichtiger Forschungsinstitute

a) Fluchtpunkt Mecklenburg-Vorpommern

b) Fluchtpunkt Mitteldeutschland

c) Fluchtpunkt Sachsen

3. Flucht und Vertreibung der Hochschullehrer aus Böhmen und Mähren

a) Das Schicksal der Prager Hochschullehrer

b) Die Vertreibung der deutschen Hochschullehrer aus Böhmen und Mähren

4. Verbleib an den Hochschulstandorten nach Kriegsende

a) Königsberg

b) Breslau

c) Tschechoslowakei

III. Auf dem Weg zur Wiedereingliederung – "Flüchtlingsprofessoren" in der Nachkriegszeit

1. Politische und administrative Rahmenbedingungen – Die Nachkriegsgesellschaft in der Sowjetischen Besatzungszone

a) "Umsiedlerpolitik"

b) Personalpolitik an den Hochschulen der Sowjetischen Besatzungszone

unter politischen und fachlichen Vorzeichen

2. Berufliche Lage der "Flüchtlingsprofessoren"

a) Die Meldestelle in Freiberg als Ausgangspunkt für eine Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit

b) Individuelle Wege zur Wiedereinsetzung

3. Soziale Not und solidarische Hilfe – Hilfsangebote für mittellose Kollegen

a) Der Königsberger Hilfsfonds

b) Hilfe für Kollegen im Ruhestand und Familienangehörige

c) Die soziale Lage emeritierter Hochschullehrer

IV. Integration oder erneute Flucht? "Flüchtlingsprofessoren" in der DDR

1. "Flüchtlingsprofessoren" in der DDR

a) Statistik

b) Karrieremöglichkeiten und Privilegien

2. Rekrutierungs- und Berufungspotentiale

a) Berufungen aus dem Kreis der zeitweilig Nichtbeschäftigten

b) Kriegsgefangene und "SU-Spezialisten"

c) "Westberufungen" aus der Bundesrepublik

d) Neue Arbeitsmöglichkeiten: An die Spezialhochschulen

3. Außerhalb der Hochschule

a) "Praktische Berufsform als Ausweichreaktion" 

b) Flucht/Abgang in den Westen

Schlussbetrachtung

Quellen- und Literaturverzeichnis

Personenregister

Abbildungen und Tabellen

Tab. 1: Lehrkörper der deutschen und deutschsprachigen Hochschulen im östlichen Mitteleuropa (Wintersemester 1944/45)

Abb. 1: Lehr- und Forschungsgebiete an den deutschen und deutschsprachigen Hochschulen im östlichen Mitteleuropa (Wintersemester 1944/45)

Tab. 2: Verbleib der Professoren und Dozenten der deutschen und deutschsprachigen Hochschulen im östlichen Mitteleuropa nach 1945

Tab. 3: Regionaler Verbleib der geflüchteten und vertriebenen Professoren und Dozenten der deutschen und deutschsprachigen Hochschulen im östlichen Mitteleuropa (1950)

Tab. 4: Flüchtlingsprofessoren in der DDR und der Bundesrepublik 1950

Abb. 2: Lehr- und Forschungsgebiete geflohener und vertriebener Hochschullehrer in der SBZ/DDR (absolute Anzahl und prozentualer Anteil)

Personenregister

Albrecht, Kurt  

Arland, Anton     

Bamberger, Philipp    

Baumgarten, Eduard  

Beck, Paul  

Behrens, Friedrich   

Beneš, Eduard   

Bergner, Karl-Gustav  

Bertram, Theo    

Blaschka, Anton   

Blecken, Heinrich   

Blohm, Georg    

Bockelmann, Paul  

Böhm, Johann  

Böning, Paul  

Boresch, Karl  

Borgmann, Amtmann  

Bormann, Martin  

Borris, Heinrich    

Böttner, Arthur  

Brandts Buys, Ludwig  

Broekelmann, Carl  

Brüggemann, Hans  

Buchwald, Eberhard   

Buntru, Alfred  

Cappeller, Ulrich    

Czaika, Willi  

Czepek, Rudolf  

Czikel, Joseph  

Dahlem, Franz  

Diehl, Erich  

Diepschlag, Ernst       

Diesch, Carl           

Diesch, Clara  

Druet  

Eickstedt, Egon Frhr. von  

Eis, Gerhard  

Eisenkolb, Fritz   

Eisenlohr, Fritz   

Erben, Fridtjof       

Erben, Herta   

Finger, Friedrich August  

Fink, Karl    

Fink, Karl August  

Fleischer, Otto  

Flügge, Siegfried  

Forssmann, Julius  

Franke, Hans    

Freudl, Eligius  

Freymann, Walther   

Frimmel von Traisenau, Franz  

Frings, Theodor  

Geisler, Walter  

Goethe, Johann Wolfgang von  

Goy, Samuel  

Grotewohl, Otto  

Grünberg, Hans Bernhard von      

Gutzeit, Richard  

Haendcke, Berthold   

Hampel, Josef   

Hanke, Karl   

Happel  

Harig, Gerhart  

Harnapp, Oskar  

Hartke, Werner     

Hartke, Wilhelm  

Hawranek, Alfred  

Heine, Heinrich  

Heinrich, Helmut  

Hetzar, Walter  

Heydrich, Reinhard  

Heyrovský, Jaroslaw  

Hitler, Adolf   

Hofferber, Otto  

Hoffmann, Frau E.  

Hoffmann, Friedrich                        

Hoffmann, Wolfgang  

Holz, Martin  

Hoppe, Dr.  

Horneffer, Reinhold  

Hotzel, ?  

Hübner, Otto  

Hund, Friedrich  

Janert, Heinz    

Jendersie, Hans  

Jessen, Ralph  

Joachim, Gerhard  

Kähler, Erich   

Kant, Immanuel     

Karl IV, Kaiser  

Keitel, Wilhelm  

Kirchberg, Helmut    

Klemm, Wilhelm  

Klose, Heinrich  

Koch, Erich   

Koehler, Otto   

Kohout, Pavel  

Kordes, Ernst   

Kossel, Walther  

Kretschmann, Erich     

Kroymann, Jürgen   

Krüper, Dr.  

Krzymowski, Richard  

Kubelka, Paul  

Kulczyński, Stanisław  

Lambrecht, Hermann  

Lammel, Ernst  

Lammers, Hans Heinrich  

Lang, Emil  

Lehmann, Conrad   

Lenz, Georg   

Lißner, Anton   

Mager, Friedrich  

März, Josef  

Merz, Kurt Walther   

Meyer, Karl-Heinrich  

Mikulicz-Radecki, Felix von    

Mitscherlich, Eilhard Alfred        

Mönch, Günther      

Moser, Kurt   

Mößlang, Markus  

Mothes, Kurt     

Nehm, Walter   

Netter, Cornelius           

Neumann, Bernhard  

Neumeyer, Gerhard  

Niedballa, Bauoberinspektor  

Oberländer, Theodor  

Pascher, Adolf  

Pfitzner, Josef  

Pieck, Wilhelm  

Pohl, Franz  

Pothoff, Gerhart   

Preisker, Herbert   

Rehorst, Kurt  

Reindl, Dr.  

Rosenkranz, Otto    

Rothfels, Hans  

Rust, Bernhard  

Schlomka, Teodor       

Schloßmacher, Karl    

Schmalfuß, Karl  

Schmutzler, Siegfried  

Schubert, Hans     

Schultze von Lasauix, Herman  

Schuster, Kurt  

Schütz, Wilhelm       

Schütze, Universitäts-Oberinspektor  

Schwartz, Michael  

Schwarz, Willy   

Sedlacek, Herbert  

Selle, Götz von         

Sett, Dr.  

Skibbe, Bruno  

Spackeler, Georg     

Spengler, Wilhelm  

Stalin, Jossif Wissarionowitsch  

Starlinger, Wilhelm   

Stary, Zdenko  

Staufer, Wilhelm  

Stoeltzner, Wilhelm   

Straubel, Dr.  

Swoboda, Karl Maria  

Tafel, Viktor    

Tessmer, Verwaltungsdirektor  

Ther, Philipp  

Tischer, Josef   

Uhlendahl, Heinrich  

Ulbricht, Walter  

Unterberger, Franz  

Valentin, Herbert  

Volk, Alfred  

Voss, Hermann  

Weyrich, Rudolf  

Wilhelmi, ?  

Wille, Manfred  

Winter, Eduard   

Worringer, Marta  

Worringer, Wilhelm     

Zade, Adolf  

Zorn, Wilhelm 

Michael Parak und Carsten Schreiber
"Flüchtlingsprofessoren" - Karrieren geflohener und vertriebener Hochschullehrer in der SBZ/DDR

Zeitgeschichte 4
248 S. | 22,0 x 14,5 cm
380 g | Paperback
ISBN: 978-3-933816-40-5
1. Auflage 2008 | 35,00 EUR