Inken Dose, Katrin Hecker, Ulrike Schulz (Hg.):
Vorbildfunktion vs. Entsorgungspädagogik?

Schulpolitik und Bildung in Skandinavien und Deutschland

Zum Titel

Das enttäuschende Abschneiden der deutschen Schülerinnen und Schüler im internationalen PISA-Vergleich im Jahr 2000 hat einen Stein ins Rollen gebracht. Die seitdem stattfindende Bildungsdebatte, neue Forschungen sowie verschiedene Reformansätze zeugen von Bemühungen, das deutsche Schulsystem und vor allem die Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Als europäische ›PISA-Gewinner‹ werden in diesem Zusammen­hang immer wieder die skandinavischen Länder zu Vorbildern erklärt.

Doch ist das skandinavische Modell tatsächlich der Schlüssel zu einem erfolgreicheren und gerechteren Bildungssystem? Was zeichnet die Schulsysteme der einzelnen Länder aus? Wo sind bildungspolitische Gemeinsamkeiten, wo Differenzen? Diesen und weiteren aktuellen Fragen geht ›Kulturhus Berlin. Zentrum für nord­europäische Kultur und Wissenschaft e. V.‹  in dem vorliegenden Band nach. 

Der erste Teil des Buches bietet eine übersichtliche Einführung in die skandinavischen Schulmodelle und die deutsche PISA-Debatte. Im zweiten Teil erörtern Bildungsexpertinnen und -experten aus Deutschland und Skandinavien verschiedene Aspekte von Schule und Bildung in den einzelnen Ländern. So ist das Buch nicht nur für die vom Bildungswesen ›Betroffenen‹, sondern auch für alle an diesem Thema Interessierten ein wichtiger Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion. 

Inhalt

Bernd Henningsen: Vorwort

Inken Dose: Kann Beispiel Schule machen? Eine Einleitung

TEIL I – Bildungssysteme in Nordeuropa und Deutschland. Eine Übersicht

Stefanie von der Lippe: Die PISA-Studien und die Bildungsdiskussion in Deutschland

Dorte Bruun Christensen: Das dänische Schulsystem: Eine Gesamtschule für alle

Inken Dose: Finnland - PISA-Testsieger und Reiseziel für Bildungstouristen

Ulrike Schulz: Bildung für alle! In Norwegen gehören Wohlfahrtsstaat und Bildung zum demokratischen Selbstverständnis

Katrin Hecker: Auf dem Weg zur führenden Wissensnation. Überblick über das schwedische Bildungssystem

TEIL II – Länderanalysen 

Tobias Werler: Wenn aus Gerechtigkeit Vorzüglichkeit wird. (Chancen-)Gleichheit und Schulbildung in Skandinavien

Mats Ekholm: Individuelle Förderung als Leitbild der Schulreform in Schweden

Rainer Domisch: Hohe Bildungsstandards in Finnland durch den Erwerb von Kompetenzen in einer angenehmen Lernumgebung

Lars-Henrik Schmidt: Die dänische Art. Eine kritische Betrachtung des dänischen Bildungssystems

Rainer H. Lehmann: Inspiration aus Skandinavien oder Entsorgungspädagogik? Ein Blick auf das deutsche Schulsystem

Hildburg Kagerer: Integration und Kreativität: Schule im gesellschaftlichen Verbund

Claudia Schönsee: Plädoyer für eine Schule als Lebensraum statt Lerninstitution

Steffen Reiche: Ein Blick nach Finnland

Bibliografie weiterführender Literatur und Internetquellen

Textauszug | Einleitung

Das enttäuschende Abschneiden der deutschen SchülerInnen im internatio­nalen PISA-Vergleich im Jahr 2000 hat einen Stein ins Rollen gebracht. Die seitdem stattfindende Bildungsdebatte, neue Forschung sowie verschiedene Reformansätze zeugen von Bemühungen, das deutsche Schulsystem und vor allem die Leistungen der SchülerInnen zu verbessern. Trotzdem hagelt es auch 2007 noch Tadel, zuletzt im Abschlussbericht des UN-Sonderberichterstatters. Kritik ernteten vor allem das mehrgliedrige Schulsystem, das »extrem selektiv« sei, und die mangelnde Chancengleichheit von Kindern aus unteren Sozialschichten oder mit Migrationshintergrund. Die ungenügende Integration behinderter Kinder sowie das Prinzip des Föderalismus in der Bildung, das der nationalen Chancengleichheit im Wege stehe und die finanziellen Differenzen zwischen den Bundesländern nicht ausgleiche, sind weitere Steine des Anstosses. 

In diesem Zusammenhang mag es erstaunen, dass die Vorzeigeländer der PISA-Studie keineswegs die Leistung, sondern den Menschen an erste Stelle rücken. Individualisierung ist das übergeordnete Konzept. Während die viel beschworene Chancengleichheit im deutschen Schulsystem auch durch die PISA-Studien wiederholt angezweifelt wurde, setzen die skandinavischen Länder seit Jahren erfolgreich ein Grundschulmodell um, bei dem alle SchülerInnen ohne Leistungsdifferenzierung zumindest bis zur 9. Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Ist dies der Schlüssel zu einem erfolgreicheren und gerechteren Bildungssystem? Welche Veränderungen sind in Skandinavien zu beobachten, und lassen sich skandinavische Modelle auf Deutschland übertragen?

Rezensionen

Zu den weltweit erfolgreichsten Schulmodellen zählen die unserer skandinavischen Nachbarn. Nicht erst seit PISA, sondern seit langem. Was machen die Skandinavier anders? Was tun sie für ihre Kinder? Und welches Menschenbild steht dahinter? Welches Verständnis von Gesellschaft? Diese Fragen beantwortet jetzt ein Band, den das »Kulturhus Berlin - Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e. V.« herausgegeben hat. Aktuell, umfassend und übersichtlich dargestellt werden die einzelnen Schulmodelle in Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark. Außerdem blicken in- und ausländische Bildungsexperten nach Norden. Ihre Vergleiche mit Deutschland zeigen: Die Schule hierzulande muss dringend moderner und gerechter werden. 

(Neues Deutschland: "Quergelesen", 29.06.07)

Bildungspolitik rückt immer mehr in den Fokus. Spätestens seit der PISA-Studie wird den skandinavischen Ländern eine Vorbildfunktion zugesprochen. Das Kulturhus Berlin hat in Zusammenarbeit mit dem Finnland-Institut in Deutschland, der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin auf einer Konferenz Skandinavien und Deutschland in puncto Bildung näher betrachtet. Der vorliegende Konferenzband bietet Einblicke in die Problematik.

Der erste Teil informiert über die Bildungs- und Schulsysteme Dänemarks, Finnlands, Norwegens und Schwedens; der zweite Teil beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten des Begriffs der Gleichheit, der auf Chancengleichheit im sozialen Bereich wie auf Geschlechteroder Resultatsgleichheit abzielt. Daneben werden zukunftsorientierte Konzepte aufgezeigt, wie Schule sich im Zeitalter der Informationsgesellschaft entwickeln sollte.

Die Vielfalt der AutorInnen ermöglicht, die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Neben Skandinavisten und Bildungspolitikern kommt auch eine Schülerin zu Wort. So unterschiedlich die Autoren, so einheitlich die Meinungen: in Skandinavien ist vieles besser. Es wird mehr Wert auf Bildung gelegt, im sozialen, ökonomischen sowie im kulturellen Bereich. Nur wenige Zeilen werden Problemstellungen wie beginnender Segregation und fehlender sozialer Gleichheit gewidmet. Neben der Darstellung der Bildungssysteme wird immer wieder die Frage nach der Übernahme des skandinavischen Vorbilds auf Deutschland gestellt. Das reine Kopieren erscheint nicht als Erfolgskonzept, denn jedes System hat seine Hintergründe. In kurzen, teils historischen Abrissen werden diese für die einzelnen Länder dargestellt und es wird besonders die Haltung der jeweiligen Gesellschaften zum Lernen und zur Bildung als wichtiger Unterschied betont. 

Als Einstieg in die Debatte zur Bildung bietet der Konferenzband viele und gut verständliche Informationen, die meist kurz gehaltenen Artikel geben gute Überblicke. Bei weiterem Interesse sind im Anhang noch zahlreiche Literatur- und auch Internettipps aufgelistet, die den Zugang zum Thema erleichtern.

(Friederike Kramer / NORDEUROPAforum 2/2007, S. 122)

Seit fast sieben Jahren wird über die PISA-Studie debattiert, da Deutschland im Vergleich zu den skandinavischen Ländern schlecht abgeschnitten hat. Der Band basiert auf den Ergebnissen einer Konferenz, bei der u. a. das Kulturhus Berlin, das Finnland-Institut, die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität in Berlin zusammentraten. 13 AutorInnen haben an dem Sammelband mitgewirkt. 

Zu Beginn stellt Stefanie von der Lippe mit einem Ländervergleich innerhalb Deutschlands und international Dimensionen der PISA-Studie vor. Inken Dose legt in ihrem Aufsatz den Schwerpunkt auf die Finanzierung des Bildungssystems in Finnland. Sie weist auf kostenlosen Vorschulunterricht, Mittagessen und gebührenfreies Studium hin und erörtert die sich daraus ergebenden Vorteile. Auch Ulrike Schulz geht auf das Thema Finanzierung ein und erwähnt etwa staatliche Fahrtkostenübernahme, Nachhilfe und Integration. Tobias Werler thematisiert das Ziel der Gleichheit, welches in der Schule erreicht werden soll. Wichtig sei dabei, dass man Schule und persönlichen Hintergrund des einzelnen Schülers voneinander trenne. Dass auch in Skandinavien der erhoffte Schulerfolg ausbleiben kann, zeigt Lars-Henrik Schmidt. Er kritisíert, dass Dänemark immer nur Mittelmäßigkeit erreiche und dort LehrerInnen-Mangel bestehe. Dass das deutsche Bildungssystem nicht hoffnungslos ist, beweist indes Hildeburg Kagerer, die das Projekt <em>KidS</em> vorstellt. Dieser Schulversuch soll die Interessen der Schüler fördern und sie für die Zukunft stark machen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass in dem Sammelband die skandinavischen Länder und ihre Schulsysteme mit Ausnahme Dänemarks durchweg positiv dargestellt werden, dass die nordischen Bildungsreformen und –einrichtungen, deren öffentliche Finanzierung sowie die dort praktizierte Förderung von Gleichheit und Integration Vorbilder für Deutschland sein können. Die Aufsätze können unabhängig voneinander gelesen werden und sind leicht verständlich. Daher ist das Buch nicht nur für Experten geeignet, sondern für alle empfehlenswert, die einen näheren Einblick in das skandinavische Bildungssystem Erhalten wollen.

(Annika Klautke / Norrøna. Zeitschrift für Kultur, Geschichte und Politik der nordischen Länder / Nr. 41, März 2008, 23. Jg., S. 78.)

Die Autorinnen und Autoren

Dorte Bruun Christensen hat einen Bachelor in Spanisch und Kulturwissenschaften von der Universität Kopenhagen. Sie studierte Spanisch und Entwicklungspolitik als Masterstudiengang und schreibt zurzeit an ihrer Masterarbeit zum Thema kollektive Erinnerung an der Universität Kopenhagen. Seit 2004 lebt sie in Berlin, wo sie neben ihrer Mitgliedschaft im Kulturhus Berlin. Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e.V., ein Semester Politikwissenschaft studierte und ein halbjähriges Praktikum an der Dänischen Botschaft absolvierte. Daneben ist sie als Guide im Jüdischen Museum, Dänischlehrerin und Übersetzerin tätig. 

Rainer Domisch studierte Deutsch und Englisch auf Lehramt und war einige Jahre im baden-württembergischen Schuldienst tätig. Er war entsandter Lehrer der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen/Bundesverwaltungsamt Köln/Auswärtiges Amt an der Deutschen Schule in Helsinki und entsandter Fachberater für Deutsch im Rahmen der deutschen auswärtigen Kulturpolitik. Seit 1994 arbeitet er im Zentralamt für Unterrichtswesen in Helsinki. Er ist Leiter der Lehrplankommission für das Fach Deutsch und zuständig für Lehrerfortbildungsmaßnahmen der Deutschlehrer in Finnland. 2001 wurde er mit dem Ritterorden des Finnischen Löwen ausgezeichnet. 2002 wurde er zum Opetusneuvus/Bildungsberater im Einvernehmen zwischen dem Bundesland Baden-Württemberg, dem Zentralamt für Unterrichtswesen und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland ernannt. 

Inken Dose, M.A. studierte von 1996 bis 2003 Skandinavistik, Soziologie und Teilgebiete des Rechts in Augsburg, Cambridge (MA) und Berlin. Derzeit promoviert sie am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema Nationale Minderheiten im Ostseeraum und ist Mitglied im Kulturhus Berlin. Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e. V.

Prof. Dr. Mats Ekholm lehrt Erziehungswissenschaft an der Universität Karlstad, Schweden. Er gehört zu den angesehensten Beobachtern der internationalen Bildungsszene und war viele Jahre Generaldirektor des Skolverket, der schwedischen Bildungsbehörde. Als solcher ist er einer der Architekten und Begleiter der kontinuierlichen Reformen im schwedischen Bildungswesen. Er war für verschiedene Bildungseinrichtungen und Forschungszentren in Schweden und Europa tätig, u.a. als Gutachter der OECD-Lehrerstudie, in deren Rahmen er auch Deutschland bereiste.

Katrin Hecker, M.A. studierte von 1995 bis 2002 Skandinavistik, Neuere Deutsche Literatur und Amerikanistik in Greifswald, Uppsala, Turku und Berlin. Sie arbeitet als Projektkoordinatorin am Ostsee-Kolleg der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Mitglied im Kulturhus Berlin. Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e.V.

Prof. Dr. Bernd Henningsen, Direktor des Nordeuropa-Instituts der Humboldt-Universität und Professor für Skandinavistik/Kulturwissenschaft sowie Kultur und Politik Nordeuropas und der Ostseeregion am Nordeuropa-Institut. Seit 2003 ist er Gastprofessor an der Universität Södertörn/Stockholm und der Örebro Universität/Schweden, seit 2005 Honorarprofessor an der Universität Kopenhagen. Er ist Leiter des Ostsee-Kollegs Berlin am Nordeuropa-Institut und Herausgeber des NORDEUROPAforum. 1998 bekam er den Norwegischen Verdienstorden „Olav-Orden“, 1999 den Schwedischen Verdienstorden „Nordstern-Orden“ und 2001 den Dänischen Verdienstorden „Danebrog-Orden“ verliehen.

Hildburg Kagerer arbeitete als Lehrerin und analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, bevor sie 1989 das Projekt KidS – Kreativität in die Schule initiierte. 1995 bis 1999 leitete sie den aus diesem Projekt entwickelten Modellversuch der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung mit dem Ziel, die Kommunikationsstrukturen zwischen Lehrer und Schüler durch qualifizierte ›dritte‹ Personen von außen zu erweitern. Seit 1998 leitet sie die Ferdinand-Freiligrath-Oberschule in Berlin-Kreuzberg und den Schulversuch Schule im gesellschaftlichen Verbund, der an dieser Haupt- und Realschule durchgeführt wird. Mit einer Vielzahl von Vorträgen, Veröffentlichungen und Projekten engagiert sie sich für Integration und bessere Zukunftschancen der Schülerinnen und Schüler.

Prof. Dr. Dr. Rainer Lehmann studierte Theologie und Pädagogik in Heidelberg und Hamburg. Von 1973 bis 1978 war er wissenschaftlicher Assistent für Wissenschaftstheorie und Forschungsmethoden an der Universität Hamburg, 1978 bis 1979 Professor Titular an der Univerdidade Federal da Paraiba, Joo Pessoa in Brasilien und 1980 bis 1994  Professor für Erziehungswissenschaft am Fachbereich für empirische Bildungsforschung in Hamburg. Seit 1995 ist er Professor für Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Mitglied in zahlreichen internationalen Organisationen wie der American Educational Research As­sociation, der International Association for Educational Assessment, der Arbeitsgemeinschaft Internationale Bildungsforschung und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Empirische-Pädagogische Forschung.

Stefanie von der Lippe studiert seit 2002 Skandinavistik, Neuere und Neueste Geschichte und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität und Freien Universität Berlin. Seit 2003/04 arbeitet sie als studentische Mit­ar­beiterin im Fachteil Kulturwissenschaft am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität. Sie ist Mitglied im Kulturhus Berlin. Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e.V.

Steffen Reiche war als Tischler und studierter Theologe am 7. Oktober 1989 Mitbegründer der SPD in der DDR. Von 1990 bis 2005 war er Landtagsabgeordneter in Potsdam, war zehn Jahre lang SPD-Landesvorsitzender und fünf Jahre Minister für Bildung und Wissenschaft in Brandenburg. Heute ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Prof. Dr. Lars-Henrik Schmidt ist Professor für Philosophie und seit 2000 Rektor der Pädagogischen Universität Dänemarks. Bis 1996 war er Direktor des Pädagogischen Instituts Dänemarks und von 1993 bis 1996 als studierter Ideenhistoriker Leiter des dänischen Zentrums für Kulturforschung und Forschungsleiter der Humanistischen Forschungsausbildung der Universität Århus. Er hat eine Vielzahl von Schriften zum Thema Bildung verfasst. 

Claudia Schönsee besucht die Oberstufe des Goethe-Gymnasiums in Ber­lin. Seit 2005 ist sie Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung in Berlin und dort im schulpolitischen und koordinierenden Bereich tätig. Zudem engagiert sie sich seit 2006 aktiv im Bundesarbeitskreis Schüler gestalten Schule, einer deutschlandweiten Gruppe jugendlicher Experten zum Thema Ganztagsschule, gefördert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Teil des Programms Ideen für mehr! Ganztägig lernen. 

Ulrike Schulz arbeitet seit 1996 als Redakteurin und freie Journalistin. In Berlin absolvierte sie eine Kamera- und Drehbuchausbildung, ab 2003 Mitarbeit an Filmen über Schweden und Dänemark. Im Kulturhus Berlin – Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e.V. ist sie für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig und arbeitet seit 2006 in der Programmplanung und Organisation des Nordischen Filmklub – einer Kooperation des Kulturhus Berlin und der Botschaften von Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island. 

Dr. Tobias Werler studierte an den Universitäten Leipzig und Trondheim, Norwegen, Pädagogik, Soziologie und Theologie. In den Jahren 2000 bis 2004 verfasste er eine Dissertation in komparativer Pädagogik mit dem Titel ›Nation, Gemeinschaft, Bildung. Die Evolution des modernen skandinavischen Wohlfahrtsstaats und das Schulsystem‹. Seit 2004 ist er Assistenzprofessor für vergleichende und historische Bildung an der Pädagogischen Fakultät der Hoch­schule in Agder/Kristiansand, Norwegen.

Inken Dose, Katrin Hecker, Ulrike Schulz (Hg.)
Vorbildfunktion vs. Entsorgungspädagogik?
Schulpolitik und Bildung in Skandinavien und Deutschland

EKF Wissenschaft
Perspektive Nordeuropa 1
128 S. | 21,0 x 13,5 cm
160 g | Paperback
ISBN-10: 3-933816-36-X
ISBN-13: 978-3-933816-36-8
1. Auflage 2007
20,00 EUR

"Aktuell, umfassend und übersichtlich dargestellt werden die einzelnen Schulmodelle in Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark. Außerdem blicken in- und ausländische Bildungsexperten nach Norden."

(ND, Quergelesen)
Die gesamte Rezension finden Sie unten.

Informationen zum Programm und Angebot des Kulturhus Berlin. Zentrum für nordeuropäische Kultur und Wissenschaft e.V. finden Sie hier (externer Link).